Mein Praktikum

Neuigkeiten - vom: Feb 10, 2017
in der Rohe'schen Altenheim-Stiftung

In diesem kleinen Bericht möchte ich über meine Zeit und die Erfahrungen, die ich als Praktikantin im Altenheim gesammelt habe, erzählen.

Zu Beginn des Schuljahres musste ich mich von meiner Schule aus, der FOS in Aschaffenburg, um ein halbjähriges Praktikum im sozialen Bereich kümmern, woraufhin ich mich, nach der Empfehlung meines Lehrers, in der Rohe'schen Stiftung beworben habe.

Nach einer kurzen Vorstellung bekam ich die Zusage und Ende September fing meine erste Woche im Heim an. Ich freute mich riesig auf die Zeit, da ich schon immer gerne Zeit mit älteren Menschen verbracht habe.

Als ich ankam wurde ich zuerst von der Leiterin des sozialen Dienstes  im Haus herumgeführt und mir wurden einige andere Mitarbeiter des Hauses vorgestellt, sodass ich mich sofort wohl und willkommen fühlte.

Nach und nach lernte ich auch die Bewohner kennen, indem ich sie zu Angeboten im Haus begleitete oder abholte, Spazierfahrten in der Gartenanlage mit Menschen im Rollstuhl machte, oder Leuten die Unterstützung im Alltag benötigen beispielsweise beim Essen half.

Nach wenigen Wochen merkte ich schon wie mir die Senioren ans Herz wachsen. Es ist einfach ein unglaublich tolles Gefühl, wenn man die Dankbarkeit in ihren Augen sieht, nachdem man Sie beispielsweise bei etwas unterstützt, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind. Wenn sie von ihren Erlebnissen aus der Vergangenheit erzählen, oder von ihren verstorbenen Lebenspartnern, trauert man mit ihnen. Wenn sie Erfolge erzielen, wie das Gehen am Rollator, nachdem sie z.B wegen einer Operation längere Zeit im Rollstuhl saßen, freut man sich mit ihnen.

Natürlich bleibt die Konfrontation mit Krankheiten und dem Tod nicht aus.

Wenn eine Person, mit der man viel Zeit verbracht hat, die einem Fotoalben gezeigt und  persönliche Sachen erzählt hat, stirbt, geht das, vor allem am Anfang, nicht einfach an einem vorbei. Man macht sich viele Gedanken über den Tod und das Alter, aber irgendwann kommt man immer an den Punkt, wo einem klar wird, dass früher oder später jeder von uns Abschied nehmen muss und das Sterben nicht unbedingt etwas Negatives ist.

Ich bin froh über jeden Tag, den ich hier mit den Bewohnern und Mitarbeitern verbringen durfte, und über die Erfahrungen, die ich sammeln konnte und die wertvollen Dinge die ich in dieser Zeit gelernt habe.

 

Milena Laumeister

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